Kleiderkammer im Bischhofshäuschen

Kirchplatz 4 • 48351 Everswinkel

Die Kleiderkammer Everswinkel besteht bereits seit dem 2. Februar 1985. Seit dieser Zeit stellen sich Frauen unentgeltlich in diesen karitativen Dienst.

Die Öffnungszeiten

Jeweils am 1. und 3. Mittwoch im Monat von 15.00 – 18.00 Uhr öffnet die Kleiderkammer ihre Türen. Zusätzlich stehen die engagierten Mitarbeiterinnen aber auch an weiteren Tagen und zu anderen Zeiten zur Annahme von Kleidung zur Verfügung. Außerdem finden sich die genauen Daten im Veranstaltungskalender der Gemeinde Everswinkel und im Jahresprogramm der kfd Everswinkel sowie auf der Internetseite der kfd: www.kfd-everswinkel.de.

 Die Mitarbeiterinnen

In den über 25 Jahren seit Bestehen der Kleiderkammer Everswinkel gab es viele zuverlässige, fleißige, ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, die sich um alle Aufgaben rund um den Verkauf der angebotenen Artikel kümmerten. In der Vergangenheit engagierten sich Angela Bürger, Heidi Burghoff, Anni Hendker, Hanni Hobbeling, Irmgard Kuhlmann, Elisabeth Münstermann, Ulla Pellmann, Inge Strelow und Maria Stuppe für die Bedürftigen.


Zurzeit besteht das Team der Kleiderkammer aus vierzehn Frauen:
 Sigrid Kiel • Elisabeth Schlüter • Beate Zilles • Leni Brüse • Pauline Benter • Elisabeth Herding • Anja Eckel • Helga Niggl • Lore Gromke • Gertrud Welzel • Mechtild Kemper • Waltraud Rabe • Ida Witte • Leni Richert
Ansprechpartnerin: Frau Sigrid Kiel Telefon 02582 1269

Die Räumlichkeiten

Bei ihrer Gründung am 2. Februar 1984 fand die Kleiderkammer ursprünglich Platz im Keller der örtlichen Grundschule. Diese Räume hatte seinerzeit die politische Gemeinde Everswinkel der kfd kostenfrei überlassen und damit die Arbeit der Kleiderkammer möglich gemacht.

1996 erfolgte dann der Umzug in die Räume des Bischofshäuschen am Kirchplatz, die gleichfalls unentgeltlich durch die Katholische Kirchengemeinde St. Magnus zur Verfügung gestellt wurden.

Wie sahen die Anfänge aus?

Zu den freiwilligen Helferinnen der ersten Stunde gehörten zunächst nur vier Frauen. Das kleine Team hatte es sich zur Aufgabe gemacht, gut erhaltene Kleiderspenden entgegenzunehmen und sie gegen einen freiwilligen Obolus weiterzugeben. Ziel war es, mit dieser Kleidung vor Ort zu helfen und dort zu unterstützen, wo es dringend nötig war.

Später wurde beschlossen, kleinere Anerkennungsbeträge für die Kleidung festzulegen, damit aus dem Erlös weitere karitative Hilfsaktionen gefördert oder direkt in Everswinkel und Umgebung geholfen werden konnte. (Die pro Kleidungsstück eingenommenen Beträge liegen zwischen 20 Cent und 5 Euro.)

Zu den gespendeten Artikeln gehören Baby- und Kinder-Kleidung sowie Frauen- und Männergarderobe, ferner Bettwäsche, Handtücher, Tischwäsche, Decken, Gardinen, Geschirr und Spielsachen. Kleidung, die von den Damen der Kleiderkammer nicht in Everswinkel vermittelt werden konnte, wurde in regelmäßigen Abständen anderen, durchaus unterschiedlichen Hilfsaktionen zur Verfügung gestellt, z. B. dem Missionar Koening aus Hiltrup für Königsberg oder Pater Donatus aus Warendorf. Zurzeit werden die Malteser in Warendorf und die Kolpingsfamilie Everswinkel mit Kleidung unterstützt.

 Die Geldspenden

Die Kleiderkammer hat in den vergangenen Jahren an viele unterschiedliche caritative Einrichtungen Geldspenden überreichen können. Zu nennen sind hier Schwester Emmanuelle in Kairo, Schwester Sybille in Rumänien, Schwester Rita in Polen, Hilfsaktionen im ehemaligen Jugoslawien für Baby- und Kindernahrung, Kauf von Kinderschuhen, Matratzen, Federbetten, Wäsche für Krankenhausaufenthalte. Darüber hinaus gingen Geldspenden an: Der Kleine Prinz in Warendorf, das Frauenhaus Warendorf, den Sozialdienst Katholischer Frauen Ahlen, die Institution Familie in Not in Everswinkel, Donum Vitae, die Hilfsorganisation Überflutung Elbegebiet Deutschland, Hilfstransporte Kreis Warendorf, Pater Donatus Warendorf, die Hiltruper Missionare, Missionar Koening, die Solidaritätstour der Kirchengemeinden Everswinkel und Alverskirchen, Unterstützung der Hospizgruppe Everswinkel, die Flutkatastrophe Südasien, die Hilfsaktion Rumänien Enniger, die Malteser Warendorf sowie die Jugendgruppe INTEG-Gruppe und an die Jugendgruppe der Malteser Warendorf und zuletzt für die Erdbebenopfer in Haiti.

 25 Jahre Kleiderkammer Everswinkel …

… ein langer Zeitraum der ehrenamtlichen Hilfe und Unterstützung für viele Bedürftige vor Ort. Den zahlreichen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen möchte die katholische Frauengemeinschaft aus diesem Anlass besonderes Lob und große Anerkennung aussprechen. Die Anzahl der Stunden, die diese Frauen unentgeltlich im Dienst „ihrer“ Kleiderkammer geleistet haben, lässt sich nicht zählen. Unter der Leitung von Sigrid Kiel arbeitet dieses Team mit Freude und Erfolg in diesem karitativen Aufgabenfeld.

Der Dank geht aber auch an die Katholischen Kirchengemeinde, die seit vielen Jahren das Bischofshäuschen an zentraler Stelle im Dorf unentgeltlich zur Verfügung stellt. Ohne geeignete Räumlichkeiten ließe sich die Arbeit nicht fortführen.

Die Katholische Frauengemeinschaft wünscht allen Mitarbeiterinnen weiterhin viel Freude und Erfolg bei ihrem Dienst und hofft, dass die Kleiderkammer noch lange weiter im Dienst am Nächsten tätig sein wird!

 Bischofshäuschen

Im Schatten des alten Kirchturms von Sankt Magnus wurde am 4. Februar 1813 dem „Textor“ Joseph Brinkmann und seiner Ehefrau Anna Elisabeth, geb. Rottmann, ein Sohn geschenkt und am 5. Februar auf den Namen „Johannes Bernardus“ getauft. Sein Geburtshaus, das „Bischofshäuschen“, steht noch in Everswinkel an der Westseite der St. Magnus-Kirche.

Der Junge bekam keine weiteren Brüder, aber eine Schwester Catharina Elisabeth folgte noch 1816. Alle wohnten in dem heute so genannten „Bischofshäuschen“ am Kirchplatz. Der in sehr bescheidenen Verhältnissen heranwachsende kleine Brinkmann folgte nicht, wie es vorgesehen war, dem väterlichen Berufe, sondern wurde nach privater Vorbereitung 1828 als Quartaner in das Gymnasium Paulinum in Münster aufgenommen. Brinkmann durchlief nach Theologiestudium und Priesterweihe 1839 eine geradlinige Karriere, in deren Verlauf er 1857 Generalvikar des Bistums Münster wurde und 1870 zu dessen Bischof gewählt wurde.

Die Bischofsweihe spendete ihm am 4. Oktober 1870 der damalige Erzbischof von Köln und spätere Kardinal, Paulus Melchers. Im Verlauf des Kulturkampfes wurde Johannes Bernard Brinkmann 1875 von Preußen wegen Verstößen gegen die Kulturkampfgesetze für abgesetzt erklärt und angeklagt. Er lebte daraufhin als so genannter „Bekennerbischof“ bis 1884 in den Niederlanden. Er behielt aber über seine Vertrauensleute (z.B. den ebenfalls abgesetzten Landrat von Münster Heinrich von Droste zu Hülshoff) indirekt Einfluss auf das Geschehen in seiner Diözese.

Erst im Zuge der Aufhebung der Kulturkampfgesetze und nach neun Jahren Verbannung konnte Bischof Brinkmann nach Münster zurückkehren. Er starb nach kurzem Krankenlager 1889 und wurde im Chor des Domes von Münster bestattet. In Everswinkel auf dem Kirchplatz steht seit 1913 auch ein Denkmal. (Quelle: u.a. Wikipedia.de)

 

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