Tag des offenen Denkmals – St. Agatha

Pfarrkirche St. Agatha, St.-Agatha-Platz 1, 48351 Everswinkel-Alverskirchen (Denkmal-Nr. A01 der Denkmalliste der Gemeinde Everswinkel)

Die Sankt-Agatha-Kirche bestand schon zur Zeit des ersten Fürstbischofs von Münster, also vor 1203. Die Kirche ist der heiligen Agatha geweiht, der Beschützerin von Feuersnot. Als erster Patron der Kirche wird 1613 der heilige Johannes genannt. Allerdings scheint es, dass der heiligen Agatha nach drei vernichtenden Brandkatastrophen, von denen das Dorf heimgesucht wurde, zunehmende Verehrung zuteilgeworden zu sein scheint, bis sie schließlich den Platz einer Patrona primaria einnahm. Der heutige Kirchturm stammt noch aus der Gründungszeit des Gotteshauses. Seinen wehrhaften Charakter verdankt der massige, im romanischen Stil errichtete Bau auch der Tatsache, dass die Eingangstür sehr klein ist und nur wenige Fenster vorhanden sind. Seine heutige Breite erhielt er allerdings erst 1703.

Das Zweite Vatikanische Konzil reichte mit seinen Ideen bis in die beschauliche St. Agatha-Kirche. Wohl in keinem Gotteshaus des Münsterlandes wurden die neuen Ansätze der Liturgie so schnell in Ausstattung und Raumwirkung umgesetzt wie hier. Auch außerhalb der Kirche wurde das Ortsbild um 1970 stark verändert. Der heutige Straßenverlauf und die mit rohem („brut“) Beton gestaltete Kirchenmauer sind Zeugen aus ihrer Zeit. Modernes Leben wandelt das Ortsbild genauso wie den Kirchenbau.

In der Pfarrkirche Sankt Agatha befindet sich eine Schatzkammer, die vom Verein „Freunde der Schatzkammer St. Agatha Alverskirchen e.V.“ betreut wird. Ziel des Vereins ist es, die teilweise über 800 Jahre alten historischen Kult- und Kunstgüter des Kirchenschatzes von St. Agatha zu erhalten und sie der interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren.

Dazu werden einzelne Exponate der historischen Kunstschätze wie Skulpturen, Leuchter, Kelche, liturgische Messgewänder und andere Textilien in der Nordturmkapelle der St. Agatha Kirche Alverskirchen ausgestellt. Ein weiterer Ausstellungsraum befindet sich im Pfarrhaus der Kirchengemeinde.

Am „Tag des offenen Denkmals®“ 2019 wurden Konzepte und Umsetzungen der Moderne präsentiert. Dorfarchiv, Schatzkammerverein und Kirchenvorstand hatten eine Zeitreise bis in die 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts vorbereitet.

Beteiligung „Tag des offenen Denkmals®“:

2019 „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“

Beiträge zum „Tag des offenen Denkmals®“ sind veröffentlicht auf der

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